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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Zusatzstudium Informatik und Digitalisierung (DigiZ) für Juristinnen und Juristen

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Willkommen auf den Seiten des Zusatzstudiums Informatik und Digitalisierung für Juristinnen und Juristen (DigiZ)

Das Zusatzstudium Informatik und Digitalisierung für Juristinnen und Juristen

Die sich wandelnde Arbeitswelt wird die künftigen Juristinnen und Juristen in der digital vernetzten Wirtschaft und Gesellschaft vor ganz besondere Herausforderungen stellen. Die Universität Bayreuth bereitet ihre Studierenden ab dem Wintersemester 2019/20 noch besser darauf vor: Im Oktober 2019 startet das interdisziplinäre Zusatzstudium Informatik und Digitalisierung (DigiZ). Das DigiZ ist ein gemeinsames Projekt der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät und der Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik. Bayreuther Jura-Studierende können sich damit die für Studium, Wissenschaft und Beruf immer wichtiger werdenden Grundkenntnisse in der Informatik aneignen. Wie schon in dem seit 2013 bestehenden und sehr erfolgreichen Technikwissenschaftliche Zusatzstudium (TeWiZ) verzahnt die Universität Bayreuth im DigiZ erneut ein deutschlandweit erstklassiges juristisches Studium mit dem nachgewiesenen Erwerb naturwissenschaftlicher Kompetenzen.


Nico Kuhlmann,
Rechtsanwalt und Associate bei Hogan Lovells International LLP, Hamburg

"Die digitale Transformation verändert langsam, aber sicher die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten. Dies wird sich auch darauf auswirken, wie Jurist*innen arbeiten. Sie werden ihre Dienstleistungen mit den Instrumenten des 21. Jahrhunderts erbringen und sie werden sich auf veränderte Arbeits- und Marktbedingungen einlassen müssen. Dafür müssen die Jurist*innen von morgen sensibilisiert werden. Die Universität Bayreuth bietet mit dem neu eingeführten Zusatzstudium Informatik und Digitalisierung für Juristinnen und Juristen (DigiZ)  den Studierenden einen interdisziplinären Zugang zu Informatik, Wirtschaftsinformatik und Jura an, um diese besser auf die Zukunft vorzubereiten. Damit leistet sie erneut Pionierarbeit! Ich bin sicher, dass die Studierenden, die dieses Angebot annehmen, besser für die Herausforderungen der digitalen Transformation gerüstet sind.“

Nico Kuhlmann ist Absolvent der Universität Bayreuth und einer der führenden Köpfe der deutschen Legal-Tech-Community.

Prof. Dr. Thomas Klindt,
​Rechtsanwalt und Partner bei Noerr LLP, Leiter Product Compliance

„Digitalisierung und Recht – alle reden darüber; die Universität Bayreuth geht es an! Aus der wirtschaftsrechtlichen Beratung wissen wir Anwälte, welch intensive Bedeutung rechtliche Fragen für jedwede datengetriebenen Geschäftsmodelle haben. Ob es um Outsourcing-Verträge im Cloud-Computing geht, um KI-basierte Entscheidungsfindung bei Arbeitnehmer-beförderungen oder bei Versicherungsabschlüssen, ob wir von Algorithmus-getriebenen und damit „zufälligen“ Kartellbildungen reden oder von der Produkthaftung bei autonomen Systemen mit DL-Algorithmen: Immer wieder ist es so, dass die rechtliche Beratung den digitalen und informatorischen Sachverhalt verstehen muss. Sonst geht sie an der Herausforderung vorbei.

Volljuristen mit einer Zusatzausbildung aus MINT-Fächern werden dabei von Großkanzleien, Unternehmen, aber auch Ministerien und Sicherheitsbehörden händeringend gesucht. Insofern kann man der Universität Bayreuth nur dazu gratulieren, ein Zusatzstudium „Informatik und Digitalisierung“ einzuführen. Die Universität Bayreuth ist damit Avantgarde und zukünftiger Trendsetter zugleich; diesem Zusatzstudium Erfolg zu prognostizieren, ist fast zu einfach.

Ich bin schon auf die ersten Kanzleibewerbungen aus diesem Abschluss gespannt….“

Steve Ritter,
Referatsleiter IT-Sicherheit und Recht, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

"Die Welt digitalisiert sich, Informationstechnik durchdringt unseren gesamten Alltag und fast alle Abläufe in unserer Gesellschaft. Das wirkt sich auch auf das Recht aus. Es entstehen neue Probleme, die gesetzlich geregelt werden müssen, oder neue, technikbezogene Sachverhalte müssen mit den Mitteln des analogen Rechtes einer Lösung zugeführt werden. Dies wird nur dann gut gelingen, wenn auch Juristinnen und Juristen in der Lage sind, Sachverhalte mit all ihren technischen Aspekten zu erfassen und zu verstehen. Sie müssen künftig auch mehr denn je in der Lage sein, interdisziplinär zu arbeiten und dafür eine gemeinsame Sprache mit den technischen Fachrichtungen zu sprechen. Fehlt es daran, drohen juristische Lösungen, die an technischen Notwendigkeiten vorbeigehen und damit praktisch wenig brauchbar sind. Als Leiter des juristischen Referats in einer ansonsten technischen Behörde erlebe ich täglich, wie positiv sich ein Grundverständnis von Technik und Informatik bei Juristen in der Beratungs-, Aufsichts- und Gesetzgebungspraxis auswirkt. Wer versteht, wie Technik funktioniert, kann nicht nur besser einschätzen, ob etwas rechtlich zulässig ist, sondern kann auch eher Wege aufzeigen, wie Technik rechtskonform gestaltet werden kann. In einer Welt voller digitalisierter Produkte wird diese Kompetenz daher zu einer essentiellen Anforderung an juristische Mitarbeiter.

Ich begrüße es daher, dass die Universität Bayreuth mit dem Zusatzstudium Informatik und Digitalisierung auf diese Anforderungen reagiert und Juristinnen und Juristen diese wichtigen technischen Kompetenzen schon an der Universität vermittelt. Da Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend von funktionierender und sicherer Informationstechnik abhängig sind, freut es mich besonders, dass im Rahmen der Wirtschaftsinformatik auch das Thema IT-Sicherheit behandelt wird. Ich wünsche der Universität und allen Studierenden viel Erfolg für das Zusatzstudium!"

Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Michael Grünberger

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